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Netzausbau auf See und an Land beschleunigen und Kosten senken

29.06.2016 | id:14011551

Eine neue Studie zeigt erhebliche Beschleunigungs und Kostensenkungspotenziale bei Offshore-HGÜ-Netzanbindungen auf und schlägt zudem eine verbesserte Netzauslastung zur kurzfristigen Beseitigung von Engpässen an Land vor. Ein Abbremsen der Offshore- Netzanbindung wäre daher nicht sachgerecht, so die Studie. „Die Offshore- Windenergie hat sich erfolgreich im Energie-Mix der Energiewende etabliert. Auch nach 2020 braucht die Offshore-Windindustrie zur Umsetzung des von der Bundesregierung versprochenen kontinuierlichen Ausbaus die jährliche Realisierung eines Netzanbindungssystems. Zuerst im Jahr 2021 die Anbindung NOR-3-3. Dies muss von Bundesrat und Bundestag im Erneuerbare-Energien-Gesetz 2016 nun dringend bestätigt werden“, erklärten die Auftraggeber.

Die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE und der Wirtschaftsverband Windkraftwerke haben die Studie gemeinsam mit den Verbänden AGOW, OFW, OWIA, VDMA Power Systems und WAB sowie den Unternehmen 8.2 Consulting AG, ABB AG, ADWEN GmbH, ENOVA  Energieanlagen GmbH, GE Energy Germany, Nordwest Assekuranzmakler GmbH & Co. KG, PNE WIND AG, SIEMENS AG, Strabag OW EVS GmbH, WindMW GmbH und wpd off-shore solutions GmbH beauftragt. Die Studie wurde durch die Fichtner GmbH und GGSC  Rechtsanwälte realisiert.

Nach der Analyse ist für die Ausschreibungs- und Vergabephase bei Offshore-HGÜ-Netzanbindungen, sowie für die Phase der Projektrealisierung mit einem  Beschleunigungspotenzial von insgesamt 8 bis 14 Monaten zu rechnen. Für die Planungs- und Genehmigungsphase besteht ein Beschleunigungspotenzial von 6 bis 9 Monaten. Für jede Phase kann im Ergebnis zwischen 10 bis 25 Prozent an Zeit eingespart werden. Zudem zeigt die Studie nicht zu vernachlässigende Kostensenkungspotenziale auf. Allein durch technische Innovationen bei den Anschlusskonzepten sind Kostenreduktionen bis zu 30 Prozent möglich, so die Studie. „Beschleunigungen und Kostensenkung sind nicht nur bei der Netzanbindung auf See notwendig, sondern auch bei den Netzen an Land“, so die  Auftraggeber der Studie. „Für die Umsetzung der Energiewende ist ein zügiger Ausbau der Stromnetze auf See wie an Land weiter von hoher Bedeutung.

Bildquelle : Siemens AG Energy Sector

Schiel, Johannes
Schiel, Johannes
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